Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

Was ist eine Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel?

Computer, Drucker, Bohrmaschine, Staubsauger oder Bügeleisen: Bewegliche elektrische Geräte, die in Betrieben oder öffentlichen Einrichtungen wie Behörden, Schulen oder Kindergärten im Einsatz sind, müssen regelmäßig überprüft und gewartet werden. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben, um Arbeitsunfälle zu reduzieren und die Sicherheit in den Unternehmen zu erhöhen. Die Verantwortung für die regelmäßige Durchführung der Prüfung der ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel liegt bei dem Betreiber, also dem Firmeninhaber oder dem Träger einer öffentlichen Einrichtung. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, liegt eine Straftat vor. Achtung: Behörden wie das Gewerbeaufsichtsamt und Unfallkassen wie die Berufsgenossenschaften überprüfen regelmäßig, ob die Prüfintervalle eingehalten wurden!

Welche Geräte fallen unter eine Prüfung ortveränderlicher elektrischer Betriebsmittel?

Unter die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel fallen alle Geräte, die in den Stromkreislauf eingebunden sind und ohne großen Aufwand bewegt werden können. In Büros sind dies zum Beispiel die typischen Betriebsmittel eines Computerarbeitsplatzes: Rechner, Monitor, Drucker, Scanner, Faxgerät, Schreibtischlampe oder die Verteilersteckdose. In Industrie- und Handwerksbetrieben können Werkzeuge wie Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Schleif- oder Schweißgeräte sowie die dazugehörigen Akku-Ladegeräte in die Kategorie der ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel fallen. Das Ultraschallbad beim Optiker, die Wärmelampe im Kosmetikstudio, der Haartrocker beim Friseur, die mobilen Kochplatten im Kindergarten oder der Staubsauger im Ladengeschäft – alle diese Geräte fallen in die Kategorie ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel und müssen regelmäßig überprüft werden.

Auf welcher gesetzlichen Grundlage basiert die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel?

Gesetzliche Grundlage für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ist die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV). Die Inhalte und den Ablauf dieser Prüfung sind in der der DGUV Vorschrift 3 festgeschrieben. Der Begriff DGUV geht auf das Jahr 2014 zurück. Die Vorschriften der Berufsgenossenschaften (BGV) und der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung (DGU) wurden damals zusammengeführt. Die DGUV Vorschrift 3 besagt, dass die Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme sowie nach Veränderungen und Instandsetzungen durchgeführt werden muss. Darüber hinaus sind Prüfungen in bestimmten zeitlichen Abständen vorgeschrieben. Die DGUV 3 wiederum basiert auf den so genannten VDE-Regeln. Sie sind in der Elektrotechnik Standards zur Unfallverhütung. Die gängigste VDE-Regel, nach der die Prüfung von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln durchgeführt wird, ist die DIN VDE 0701/0702.

Welchen Sinn hat die Prüfung von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln?

Unternehmer oder Träger öffentlicher Einrichtungen kommen um die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nicht herum, da sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Damit will der Gesetzgeber Unfälle mit elektrischen Geräten verringern und die Sicherheit für die Mitarbeiter erhöhen. Neben dieser gesetzlichen Pflicht und dem Sicherheitsaspekt bietet die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel aber auch wesentliche Vorteile für die Betreiber. Defekte, die mitunter erhebliche finanzielle Folgen haben können, werden durch die Prüfung von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln frühzeitig aufgedeckt. So können eventuelle Garantie- oder Gewährleistungsansprüche der Hersteller gewahrt werden – der Betreiber spart unter Umständen viel Geld. Wichtig wird die Prüfung jedoch bei Unfällen mit elektrischen Geräten. Passiert in einem Betrieb oder in einer öffentlichen Einrichtung ein Unfall mit einem elektrischen Gerät, kommen die zuständige Berufsgenossenschaft und Versicherungen ins Spiel. Sie verlangen den Nachweis für die letzte Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel. Wer kein gültiges Prüfprotokoll vorlegen kann oder Defekte nicht innerhalb der vorgeschriebenen Fristen behoben hat, muss für entstandene Schäden und Ansprüche von Dritten selbst aufkommen. Das kann für manchen Betrieb den Ruin bedeuten.

In welchen zeitlichen Abständen Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel erfolgen?

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme des jeweiligen Geräts erfolgen muss. Sollte der Betreiber etwas an dem elektrischen Betriebsmittel verändert haben oder eine Reparatur durchgeführt worden sein, steht eine erneute Prüfung der ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel an. Danach ist die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel in bestimmten Zeitintervallen vorgeschrieben, die von der jeweiligen Gefährdungsklasse des Gerätes abhängen. Bei ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln liegt der Prüfrhythmus zwischen 12 und 24 Monaten. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel so regelmäßig wie möglich durchführen, um das Risiko von Arbeitsunfällen und Materialschäden gering zu halten. Wirgeben Ihnen gerne eine individuelle Empfehlung, in welchen Abständen Sie die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel durchführen sollten.

Darf die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel jeder durchführen?

Nein! Die Prüfung darf nur durch ausgebildete Elektrofachkräfte erfolgen, die diese Tätigkeit auch nachweislich in den letzten Jahren ausgeübt haben. In größeren Unternehmen ist es manchmal üblich, dass ein eigener Mitarbeiter im Rahmen von Schulungen für diese Aufgabe qualifiziert wird. Für kleinere Betriebe oder Einzelunternehmen mit 1 bis 2 Angestellten kommt diese Lösung in der Regel nicht in Frage – auch weil die Anschaffung der erforderlichen Prüfgeräte das Budget der meisten Unternehmen übersteigt. Für sie ist es deutlich günstiger und komfortabler, einen externen Dienstleister wie unser Unternehmen mit der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel zu beauftragen. Unsere Mitarbeiter sind allesamt Elektrofachkräfte. Sie wurden bei angesehenen Instituten wie dem TÜV ausgebildet und regelmäßig fortgebildet. Sie haben Zugriff auf modernste Prüfgeräte, können dank ihres Fachwissens in den Betrieben umfassend beraten und kleinere Schäden im Rahmen der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel direkt vor Ort beheben.

Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

Was passiert bei einer Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel?

Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel beginnt mit einer sogenannten Sichtprüfung. Die Elektrofachkraft untersucht, ob Gehäuse, Kabel, Stecker und Anschlüsse von außen intakt sind. Erkennbare Defekte werden entweder vor Ort behoben oder im Prüfprotokoll vermerkt. Auf die Sichtprüfung folgt die Messung des Schutzleiterwiderstands und des Isolationswiderstands. Zum Abschluss der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel führt die Elektrofachkraft eine Funktionsprüfung durch. Stellt sie bei einzelnen elektrischen Geräten gravierende Mängel fest, so erhält der Betreiber eine Frist, der er das Betriebsmittel reparieren lassen muss oder es wird vorerst aus dem Verkehr gezogen. Zum Abschluss der Prüfung der ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel fertigt die Elektrofachkraft ein Protokoll an. Darin sind alle Ergebnisse rechtssicher dokumentiert. Sollte es zu einem Unfall mit einem elektrischen Betriebsmittel kommen, muss der Betreiber dieses Protokoll der zuständigen Berufsgenossenschaft und Versicherungen vorlegen, um nicht in Haftung genommen zu werden.

Protokolle über die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel werden von uns in folgenden Dateiformaten erstellt:

– VFM von Loy&Hutz

– Elektromanager von Mebedo

– PC DOC Access

– Excel und PDF

Wie viel Zeit nimmt die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel in Anspruch?

Der zeitliche Aufwand der Prüfung hängt davon ab, wie viele ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel in dem jeweiligen Unternehmen oder der Einrichtung im Einsatz sind. Betreiber können die Abläufe beschleunigen, indem sie den Termin für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel frühzeitig unter den Mitarbeitern kommunizieren. Darüber hinaus sollten sie dafür sorgen, dass alle elektrischen Betriebsmittel für die Elektrofachkraft frei zugänglich sind. Auf diese Weise wirkt sich die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nicht allzu sehr auf die betrieblichen Abläufe aus.

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