BGV A3

Die BGV A3 ist eine Unfallverhütungsvorschrift, die von der Berufsgenossenschaften in Zusammenarbeit mit dem Gesetzgeber erlassen wurde und die sich speziell auf Elektrische Anlagen und Betriebsmittel in Industrie- und Handwerksbetrieben sowie in zahlreichen weiteren gewerblichen und privaten Bereichen bezieht. Sie definiert Normen und Richtlinien für den Einbau und die Nutzung dieser Anlagen und dient der optimalen Verhütung von Umfällen bei der Nutzung dieser Anlagen und Betriebsmittel. Zudem legt sie fest, wann und in welchen Intervallen eine BGV A3 Prüfung erfolgen muss, damit diese elektrischen Anlagen und Betriebsmittel weiterhin genutzt werden dürfen. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Fakten zur BGV A3 bzw. zur BGV A3 Prüfung.

 

Wann wurden die Regelungen zur BGV A3 und zur BGV A3 Prüfung erlassen?


Die erste Fassung der BGV A3 und der dazugehörigen Vorschriften zur BGV A3 Prüfung wurde am 1. April 1979 erlassen. Danach erfolgten mehrere Novellierungen und Anpassungen, um die Vorschrift an aktuelle technische Entwicklungen und Gegebenheiten anzupassen und die Vorschriften zur Durchführung von Prüfungen klarer und verständlicher zu formulieren. Aktuell gültig sind die BGV A3 und die Regeln zur Durchführung der BGV A3 Prüfung aus dem Jahre 1997. An diese Ausfertigung der Unfallverhütungsvorschrift hat sich also jeder zu halten, der Elektrische Anlagen und Betriebsmitteln in seinem Unternehmen einsetzt. Auch hat der Betreiber sicherzustellen, dass die regelmäßige BGV A3 Prüfung fristgerecht durchgeführt und entsprechend dokumentiert wird.

 

Welchen Zweck hat die BGV A3?

Die BGV A3 soll allen Benutzern elektrische Anlagen und Betriebsmittel innerhalb eines Unternehmens maximale Sicherheit bei deren Nutzung gewährleisten. Ziel der Unfallverhütungsvorschrift BGV A3 ist es somit, zu jeder Zeit einen sicheren Umgang mit diesen Anlagen und Betriebsmittel zu ermöglichen. Um dies auch nach langjähriger Einsatzdauer der Anlagen und Betriebsmittel sicherzustellen, ist die regelmäßige BGV A3 Prüfung vorgeschrieben. in Ihrem Verlauf können eventuell vorhandene Sicherheitsdefizite aufgedeckt werden, welche sich im Nachgang anhand der Dokumentation der Prüfung beheben lassen. Weiterhin haben sowohl die BGV A3 selbst als auch die BGV A3 Prüfung wichtige versicherungstechnische Relevanz. Nur wenn im Falle eines Unfalls der Betreiber der Anlage oder eines Betriebsmittels nachweisen kann, dass diese der BGV A3 entsprechen bzw. die BGV A3 Prüfung erfolgreich durchgeführt wurde, ist der Versicherungsträger zur Leistung verpflichtet. Andernfalls muss unter Umständen der Betreiber für entstandene Personen- bzw. Sachschäden haften, was schnell zum finanziellen Ruin führen kann.

 

Wofür gilt die BGV A3?

Die Unfallverhütungsvorschrift BGV A3 und die dazugehörige BGV A3 Prüfung gelten für alle elektrischen Anlagen und Betriebsmittel. Zusätzlich muss die Vorschrift auf auf Arbeiten im Umfeld dieser Anlagen und Betriebsmitteln angewandt werden, auch wenn diese Arbeiten nichtelektronischer Art sind. Unter anderem zählen dazu die Errichtung von Bauwerken in der Nähe von Freileitungen sowie die Annäherung an elektrische Anlagen im Verlauf von zum Beispiel Montagearbeiten, Abrissarbeiten, Anstricharbeiten und vieler ähnlicher Tätigkeiten.

 

Welche Begriffsdefinitionen sind um Zusammenhang mit Umsetzung der BGV A3 und der Durchführung der BGV A3 Prüfung wichtig?

Um die Unfallverhütungsvorschrift sachgerecht umsetzen zu können und um eine sichere BGV A3 Prüfung zu gewährleisten, definiert die Vorschrift einige wichtige Begriffe.

So gelten zum Beispiel alle Gegenstände, die ganz oder in Teilen der Verteilung, Speicherung, Messung, Fortleitung oder Erzeugung von elektrischer Energie (also dem Anwenden) dienen, als elektrische Betriebsmittel. Auch Einrichtungen, die der Verarbeitung von Informationen sowie deren Übertragung und Verteilung dienen als elektrische Betriebsmittel angesehen. Darüber hinaus sind alle Hilfsmittel, an die Anforderungen hinsichtlich der elektrischen Sicherheit gestellt werden, mit diesen Betriebsmitteln gleichzusetzen. Eine elektrische Anlage besteht aus einem Zusammenschluss der einzelnen elektrischen Betriebsmittel.

Elektrotechnische Regeln im Sinne der BGV A3, die auch Relevanz auf die Durchführung der BGV A3 Prüfung haben, sind allgemein anerkannte Regeln der Elektrotechnik. Diese sind in den einschlägigen VDE-Bestimmungen enthalten. Sie gelten auch dann als eingehalten, wenn eine andere Maßnahme ergriffen wird, die ebenso wirksam ist. Diese Wirksamkeit muss jedoch auf Verlangen der Berufsgenossenschaft nachgewiesen werden können.

Innerhalb der BGV A3 und im Zusammenhang mit der BGV A3 Prüfung ist oft die Rede von Elektrofachkräften. Hierbei handelt es sich per Definition um Personen, die aufgrund Ihrer Ausbildung und Ihres Kenntnisstandes ihnen übertragene elektrotechnische Arbeiten übernehmen, diese durchführen und mögliche Gefahren erkennen und beurteilen können.

 

Was sind die wichtigsten Grundsätze der BGV A3?

Im wesentlichen definiert die BGV A3 zwei wesentliche Grundsätze im Zusammenhang mit dem Betrieb von elektrischen Betriebsmitteln und Anlagen.

Der erste Grundsatz lautet, dass elektrische Anlagen generell nur von einer Elektrofachkraft installiert, verändert oder gewartet werden dürfen. Hierbei ist zwingend auf die Einhaltung der elektrotechnischen Regeln zu achten. Alternativ können die Arbeiten auch unter Leitung und Aufsicht einer solchen Elektrofachkraft durchgeführt werden. Es liegt weiterhin in der Verpflichtung des Unternehmens bzw. Betreibers, dass elektrische Anlagen nur entsprechend dieser elektrotechnischen Regeln betrieben werden.

Der zweite Grundsatz der BGV A3 zielt auf die Erkennung und Beseitigung von Mängeln innerhalb elektrische Anlagen und Betriebsmittel ab. Werden an diesen nämlich, etwa im Rahmen einer BGV A3 Prüfung, Mängel festgestellt, dann muss der Unternehmen dafür Sorge tragen, dass diese Mängel so schnell wie möglich und fachgerecht behoben werden. Geht von dem Mangel eine erkennbare und dringende Gefahr aus, muss die Verwendung der Anlage bis zur Behebung des Mangels zwingend ausgesetzt bzw. untersagt werden.

 

Welche Grundsätze gelten, wenn für eine Anlage keine elektrotechnische Regeln bestehen?

Es kann durchaus sein, dass für ein zu installierendes elektrische Betriebsmittel oder eine elektrische Anlage keine geltenden technischen Regelungen seitens der VDE bestehen. Dann muss laut BGV A3 auf folgenden Grundsätze geachtet werden, die auch im Rahmen einer BGV A3 Prüfung überprüft werden:

Alle Betriebsmittel und Anlagen müssen sich in einem sicheren Zustand befinden und auch stets in einem solchen erhalten werden, um Unfälle möglichst auszuschließen. Sie dürfen nur dann zum Einsatz kommen, wenn sie allen örtlichen und betrieblichen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Betriebsart und Umgebungseinflüssen entsprechen. Selbstverständlich müssen die aktiven Teile der elektrischen Anlage gegen direktes Berühren gesichert sein. Muss dieser Schutz aufgrund von durchzuführenden Arbeiten aufgehoben werden, ist sicherzustellen, dass die aktiven Teile spannungsfrei sind. Der Schutz gegen direktes Berühren muss auch dann immer gegeben sein, wenn eine Fehlfunktion innerhalb der elektrischen Anlage oder des elektrischen Betriebsmittels vorliegt.

 

Wann und wie oft ist eine BGV A3 Prüfung durchzuführen?

Die BGV A3 sieht vor, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel auf die Einhaltung elektrotechnischer Regeln sowie auf Ihre einwandfreie Funktion hin geprüft werden müssen. In der Regel ist eine BGV A3 Prüfung ausschließlich von einer Elektrofachkraft mit entsprechender Ausbildung und Kenntnisstand durchzuführen und dem Betreiber der Anlage, eventuell unter Nennung festgestellter Mängel, zu bescheinigen.

Bis auf wenige Ausnahmen, die in der BGV A3 genau geregelt sind, ist die erste BGV A3 Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme der betreffenden elektrischen Anlage bzw. der elektrischen Betriebsmittel durchzuführen. In der Regel reicht es hierfür aus, wenn die Fachkraft oder der Fachbetrieb, welche die Installation vorgenommen haben, dem Betreiber eine Bescheinigung darüber ausstellt, dass die Anlage den elektrotechnischen Regeln, wie in der BGV A3 definiert, entspricht.

Anschließend muss in bestimmten Abständen eine weitere BGV A3 Prüfung durchgeführt werden, um die weiterhin ordnungsgemäße Funktion der Anlagen und Betriebsmittel auch nach längerer Nutzung sicherzustellen und eventuelle Mängel rechtzeitig erkennen und beheben zu können. Je nach Art der Anlage oder des Betriebsmittels können die Intervalle für die erneute BGV A3 Prüfung durchaus unterschiedlich lang sein. Elektrische Anlagen und ortsfeste elektrische Betriebsmittel in Betriebsstätten, Räumen und Anlagen besonderer Art nach DIN VDE 0100 Gruppe 700 etwa müssen jährlich auf ordnungsgemäßen Zustand und Funktion geprüft werden. Fehlerstrom-, Differenzstrom- und Fehlerspannungs-Schutzschalter müssen, je nachdem ob sie sich in stationären oder nicht stationären Anlagen befinden, entweder aller 6 Monate oder arbeitstäglich auf ordnungsgemäße Funktion hin geprüft werden. Hierzu muss die hierfür vorgesehene Prüfeinrichtung betätigt werden.

Für weitere Anlagen sowie Hilfsmittel gelten unter anderem abweichende Fristen für die wiederkehrende BGV A3 Prüfung. Diese sind tabellarisch innerhalb der BGV A3 festgehalten. Jede Prüfung ist ordnungsgemäß zu dokumentieren. Diese bietet den Vorteil, dass bei Bedarf und auf Verlangen der Berufsgenossenschaft jederzeit nachgewiesen werden kann, dass die erforderlichen Prüfungen fristgerecht durchgeführt wurden. Dies kann vor allem im Versicherungsfall essenziell sein und den Betreiber der Anlage bzw, des Betriebsmittels vor unangenehmen rechtlichen und finanziellen Konsequenzen schützen.

DGUV Vorschrift 3 elektropruefungen.info
2017-08-19
https://elektropruefungen.info

Wir haben über 1600 Referenzen, unter anderem diese:

  • DGUV Vorschrift 3 Prüfung an der BIMA
  • Elektroprüfung nach DGUV V3 und DGUV Vorschrift 4 im Abgeordnetenhaus Berlin
  • Prüfung ortsveränderliche Geräte nach DGUV V3 bei der HHLA
  • Prüfung der Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3
  • Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach DGUV 3 und DGUV Vorschrift 4 im Bundesrat
  • Gossen Metrawatt
  • Geräteprüfung an den Frauenhofer Instituten
  • Elektroprüfung nach DGUV Vorschrift 3 am Helmholtz Zentrum
  • Prüfung medizinischer Geräte nach DGUV V3 an der UKM
  • Prüfung elektrischer Betriebsmittel an der TUHH nach DGUV Vorschrift 3
  • Geräteprüfung Daimler
  • Prüfung elektrischer Anlagen nach DGUV Vorschrift 4 in den AOK Betriebsstätten
  • DGUV Vorschrift 3 Prüfung ortsveränderlicher Geräte im FZ Jülich
  • DGUV V3 Prüfung ortsveränderlicher Geräte an den Standorten der IKK Classic
  • DGUV V3 Messgeräte
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  •  DGUV Vorschrift 3 Prüfung bei der CCEAG
  • DGUV Vorschrift 3 bei Schenker
 
 
Kundenmeinungen

Herr L...:
,, Für die angenehme Zusammenarbeit möchte ich mich bedanken,,

Herr S...:
,,mit euch zusammen zuarbeiten hat es mir sehr viel Spaß gemacht, danke an euch allen bis zum nächsten mal,,


Herr P...:
,,In Vorfreude auf weitere gute Zusammenarbeit!,,

Herr G...:
,,ich möchte mich auf diesem Weg noch einmal für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken!,,

Herr M...:
,,Persönlich freue ich mich trotzdem auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit,,

Herr F...:
"... Jedenfalls bedanken wir uns im Namen der gesamten Belegschaft für Ihre kompetente Zusammenarbeit! Wir hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit in den nächsten Jahren bei den Prüfintervallen."

Herr K...:
,,Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit an alle Beteiligten der Firma E+Service+Check GmbH, die den reibungslosen Ablauf der Prüfarbeiten gewährleistet haben,,

Frau A...
,,Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr, wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr verbunden mit viel Gesundheit,,

Pressemeldungen

Zahlen/Impressionen 2016

Die E+Service+Check GmbH prüfte 2016:

- 1.595.678 ortsveränderliche Geräte u. Betriebsmittel

- 12121 elektrische Maschinen nach EN 60204

- 56320 Stromkreise an elektrischen Anlagen

- 12529 medizinische Geräte nach EN 62353

- 2768 elektrische Pflegebetten

 

Dabei wurden im Durchschnitt 94 Prüfer eingesetzt.

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Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (BGV A3)

Seit dem 1. Mai 2014 ist die neue Systematik der Nummerierung des Regelwerks durch den
Spitzenverband in Kraft gesetzt worden. Dies wurde notwendig, um Überschneidungen, die sich aus
der Fusion der beiden Spitzenverbände von Berufsgenossenschaften und öffentlichen
Unfallversicherungsträgern ergeben hatten, zu bereinigen und zu vereinheitlichen. Durchgängig
werden die Schriften in vier Kategorien eingeteilt: DGUV Vorschriften, DGUV Regeln, DGUV
Informationen und DGUV Grundsätze.
Sie möchten regelmäßig über Veränderungen informiert werden? Die DGUV benötigt hierzu lediglich
Ihre E-Mail-Adresse und Ihren Namen! Eine Mail mit dem Kennwort "Aktuelle Informationen" an Frau
Susanne Goebel (susanne.goebel@dguv.de) genügt.

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Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 Pflicht

Die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 ist Pflicht. Die Nichtbeachtung ist eine Straftat und kann sogar schon ohne das etwas passiert ist (Verweis ,,neue BetrSichV,,) geahndet werden.

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Schulung durch Gossen Metrawatt

An 2 Tagen wurde eine Mitarbeiterschulung für die Mitarbeiter der ortsfesten Prüfung und Maschinenprüfung durchgeführt.

 

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